Buchtipp: Winter in Maine

Julius Winesome ist ein Außenseiter, ein von Büchern und Shakespeareworten besessener Einsiedler, der mit seinem besten Freund, dem Hund Hobbes, in einer Blockhütte mitten in den Wäldern von Maine lebt. Er ist nicht schräg oder unfreundlich, weder kauzig noch mürrisch. Er lebt dort schon sein ganzes Leben und hat zu Menschen einfach keinen Draht. Hobbes ist sein treuer Begleiter und mehr als ihn und seine Bücher braucht er nicht. Bis zu dem Tag, an dem Hobbes auf sein Rufen nicht antwortet, nicht zu ihm gelaufen kommt. Aus nächster Nähe erschossen liegt er im Blumenbeet vor der Hütte.
Der Weg, den Julius nun beschreitet ist, ohne Frage, unmenschlich, und hat in den USA, gerade auf den Bezug zu Waffen, heftige Debatten ausgelöst. Jedoch schafft es Donovan dem Unmenschlichen zutiefst menschliche Wesenszüge gegenüber zu stellen, die alles andere in den Schatten treten lassen. Trauer, Verlust und Ensamkeit. Ein starker und gefühlvoller Roman, den man unbedingt lesen sollte.

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Gerard Donovan
Winter in Maine
Luchterhand 17.95 Euro

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