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Simone Lappert: Wurfschatten

Simone Lappert: WurfschattenAda hat Angst. Viel Angst. Tagsüber, in der Nacht, immer. Das war nicht immer so, aber irgendwann ist die Angst immer mehr geworden. Sie hat gelernt, mit der Angst zu leben. Hat sich ein Therapiezimmer zugelegt, wo sie ihre Ängst zu verwalten und zu bändigen sucht. Doch immer seltener verlässt sie ihre Wohnung, die Freunde werden langsam weniger und mit der Arbeit als Schauspielerin kommt sie auch kaum noch klar.

Und als Ada mit der Miete in Rückstand gerät, kündigt ihr der Vermieter nicht, sondern setzt ihr einen Mitbewohner in die Wohnung, seinen Enkel Juri, der eine Bleibe braucht. Da wird es ganz schlimm …

Ada ist eine Melancholikerin, um nicht zu sagen um eine Hypochonderin, die sich ein ABC ihrer Ängste (Röntgenaufnahmen und Fotos sämtlicher Krankheiten) an ihre Zimmerwand hängt, um sich mit ihren Ängsten zu konfrontieren.
Das Buch spielt auf die Generation Y an, die alles darf und kann, aber nicht weiß, was sie will und die, gegenüber der unendlichen Anzahl an Möglichkeiten, schockgefrostet dasteht und nicht in der Lage ist, auch nur das kleinste Bisschen der Möglichkeiten zu nutzen.

Simone Lappert hat eine Hauptfigur geschaffen, der es genauso geht. Und ihr gelingt es, die Melancholie mit Sprachwitz und Situationskomik zu brechen, sodass ihre Figuren liebenswert werden. Ein Buch mit Happy End, das sich lohnt.

Simone Lappert, Jahrgang 1985, lebt und arbeitet in Basel.

gelesen von unserer Kollegin Jana

Simone Lappert: Wurfschatten. Roman. Metrolit 20.00 Euro reservieren

 

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