.
.
.
“Türen zu!” hieß es ab Oktober / November im Friedrichshain. Geheizt wurde vor 20 Jahren oft nur ein Zimmer der Wohnung, das Bad – wenn vorhanden – eiskalt den ganzen Winter über. Grund für viele, an den östlichen Stadtrand in die Neubaugebiete zu ziehen. Grund für die Stadt, die alten Häuser abzureißen und Neubauten an ihre Stelle zu setzen. Sich entvölkernde Mietshäuser – aber auch ein preiswerter Platz, um in der DDR zu überwintern.

.
Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren konnten, wurde nun endlich ein wirksames Mittel gegen schlechte Laune entdeckt. Es handelt sich um das so genannte “Notfallkaninchen”. Genaueres ist nachzulesen im Handbuch Das Notfallkaninchen hilft bei schlechter Laune.
Arme Mark! Ungefähr seit dem Mittelalter trägt sie nun den Titel der “Streusandbüchse” (“des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation”) und seit Jahrhunderten finden das alle eingängig: Sand, Sand, Sand, … wohin man schaut. Noch in den 60er Jahren meinte Ingeborg Bachmann, wenn man

Wenn Frühling ist und Frau Klemm auf Herrn Klaus trifft, kann das schon mal Liebe auf den ersten Blick werden. Frau Klemm ist mächtig stolz auf ihre Erwerbung – und stellt Herrn Klaus gleich ins Schaufenster.

Lotta ist in die Stadt gezogen, nach Lichtenberg. Sie hätte nicht geglaubt, dass Häuser wie Regen aussehen könnten, Tropfen an Tropfen, Fenster an Fenster.
“Love is possible” – Im vergangenen Jahr produzierte das Label AnnBlick Berlin einen Postkartenkalender mit Motiven Berliner Graffitis. Vom kopfüber gemalten unübersehbaren Bekenntnis bis zum hochwertigen Schablonen-Bild – Gegenstand ist immer die schönste aller zwischenmenschlichen Beziehungen. Die meisten der 12 Fotografien stammen aus Friedrichshainer Straßen, weitere aus Kreuzberg, Neukölln und Treptow.
Sie sind bei uns (noch) als Kalender, neuerdings aber auch als Postkartensets, Einzelpostkarten oder als Fotoabzug im Passepartout erhältlich.
Wer gestern an unserem Laden vorbei gegangen ist, hat es vielleicht schon bemerkt: Die neuen ZOZOVILLE – Kalender sind da. Verleger Volker *Onkel* Oppmann hat sie und zwei “Giclée-Prints” für die Schaufensterdeko vorbeigebracht. Die beiden Drucke Deep under the sea (rechts) und Self portrait sind auf 25 nummerierte und signierte Abzüge limitiert. Alle Arbeiten entstehen ausschließlich analog – bevorzugt auf Holzuntergründen, mit Bleistift, Pinsel und Farbe.
“So schön schwanger” ist der Titel des neuen Buches von Doris Knecht, das alle Eben- und Unebenheiten des Schwanger-Seins behandelt. Ein Thema, das in Friedrichshain ja wohl nicht ganz aus der Luft gegriffen ist …
Illustriert wurde es von Silke Schmidt, einer alten Bekannten. Vielleicht