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Das war unsere Woche 9

Manchmal verschwinden bestimmte Kinderbücher, Kinderbuchautoren, Kinderbuchfiguren einfach vom (deutschen) Buchmarkt. Zum Beispiel die wunderbaren Papp-Bilderbücher von Satoshi Kitamura („Katze ist müde“) Ende der 90er Jahre, Lauren Childs „Charlie und Lola“ in den Nullern oder eben auch „Miffy“ von Dick Bruna waren solche Fälle. Das ist oft schade und manchmal sogar traurig, hat aber meist mit dem Auslaufen von internationalen Rechten und Lizenzen zu tun.

Ende letzten Jahres wurde die deutschsprachige BuchhänderInnen-Gemeinde jedoch durch die Meldung elektrisiert, dass der Diogenes Verlag Miffy wieder zurück bringt. Und tatsächlich ist das mit sparsamem, aber starkem Strich gezeichnete kleine Hasenmädchen auch seit dieser Woche wieder bei uns im Laden präsent. Die Lektorin der Diogenes Verlages, Kati Hertz, meint sogar, Miffy käme gerade jetzt richtig: „In einer so komplexen und fordernden Welt ist jeder darauf aus, sich mit möglichst simplen Dingen zu umgeben, die dennoch Esprit haben.“
Miffys Schöpfer, Dick Bruna, starb erst vor wenigen Tagen.

IMG_20170228_194638Wenn Neues kommt, muss Altes gehen. Die allermeisten Verlagsvertreter haben ihr Programm bei uns vorgestellt und um Platz für die neuen Bücher zu schaffen, werden Bücher aussortiert: Bücher, die wir schon schon lange nicht mehr verkauft haben oder Bücher, von denen nun Taschenbuchausgaben erschienen sind. Auch in dieser Woche haben wir wieder einige Pakete gepackt, die nun zurück an die Verlagsauslieferungen gehen und dort auf neue Bestellungen warten.

Die Bücher, die am Freitag im „Literarischen Quartett“ diskutiert wurden, werden auf jeden Fall noch lange bei uns bleiben. Da wären auf jeden Fall I love Dick, um das sich in der Sendung eine leidenschaftliche Diskussion entspann, und auch der neue Roman von Julian Barnes, der von dem bei Stalin in Ungnade gefallenen sowjetischen Komponisten Schostakowitsch handelt. Aber auch die Frühjahrsüberraschung Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara, bei dem überrascht festgestellt wurde, dass er vor allem Männer berühre.

 

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