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Buchtipp: Die sieben guten Jahre

keret_sieben_gutenIm Roman „die sieben guten Jahre“ lesen wir zum ersten Mal ganz persönliches aus dem Leben des israelischen Schriftsteller Etgar Keret. Er berichtet in teilweise sehr kurzen tiefsinnigen Geschichten von den glücklichen und weniger glücklichen Momenten in den Jahren als Vater und als Sohn.

Mit seinem bizarrem Humor und seiner besonderen Beobachtungsgabe für skurrile Momente, erfahren wir ein lebendiges Bild der israelischen Gesellschaft, die ständige Angst vor Terror und Mord, schon am Sandkasten beschäftigen sich die Eltern mit dem Thema, ob der Sohn später sein Land verteidigen soll, oder nicht. Einen tiefen Einblick erhalten wir auch in die Familiengeschichte. Die Eltern von Etgar Keret haben als einzige den Holocaust in Polen  überlebt,  trotz der bevorstehenden schrecklichen Krankheit des Vaters wird ein Optimismus vorgelebt, der die schwierige Situation in Israel erträglich macht und vielleicht auch zum Vorbild für viele Menschen sein könnte. Andere Geschichten führen uns in die Gegenwart, die Etgar  Keret auf seinen Lesereisen als Botschafter Israels oder als Jude erfährt.

Wer sich auf eine vielschichtige  Wahrnehmung der innerisraelischen Gegenwart  und eine Familiengeschichte einlassen möchte,  der sollte diese Buch unbedingt  lesen.

Etgar Keret: Die sieben guten Jahre. Roman. S. Fischer Verlag 19.99 Euro reservieren

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