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Louise Erdrich: Das Haus des Windes

In den Romanen von Louise Erdrich ist es oft windig und auch Häuser wird oft eine besondere Rolle zuteil. Kein Wunder, spielen ihre Bücher doch in der Regel in North Dakota. Eine weitere Besonderheit ist, dass Louise Erdrich als Chronistin der amerikanischen Ureinwohner gilt. Ihr neuer Roman Das Haus des Windes erhielt in den USA den National Book Award für den besten Roman des Jahres. Ulla hat ihn gelesen:

 

Im Jahre 1988 ist Joe 13 Jahre alt. Er freut sich auf die bevorstehenden Sommerferien. Gerade hilft er seinem Vater, dem Richter im Reservat in North Dakota, dabei das Unkraut am Haus zu entfernen. Man wartet auf die Mutter, die Spezialistin für Stammeszugehörigkeit, die auch am Sonntag arbeitet. Langsam machen die beiden sich Sorgen, wo bleibt sie nur.

So beginnt dieser Roman. Die Geschichte einer Familie, die Opfer eines Gewaltverbrechens im speziellen, als auch der Gewalt im Allgemeinen gegen die indigenen Stämme der USA wurden. Und es ist die ganz persönliche Geschichte eines Mannes, der zurückblickt auf die Ereignisse, die sein Leben dramatisch verändert haben.

 Joe erzählt was ihm in diesem Sommer widerfährt. Wie seine Eltern verletzt und hilflos scheinen. Wie die anderen Familienmitglieder helfen. Aber auch wie ein 13 jähriger und seine drei Freunde einen besonderen Sommer erleben.

Mir hat dieses Buch so besonders gefallen, weil es nicht nur auf Spannung aus ist. Sondern weil eine große Geschichte auf vielen Ebenen erzählt wird. Mythen aus vergangenen Zeiten, Traditionen die bis heute gelebt werden und viel schrullig–menschliches, damit das Lachen auch Platz hat.

 

Louis Erdrich
Das Haus des Windes. Roman
Aufbau Verlag 19.99 Euro
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