Taschenbücher

Januar. Neue Taschenbücher

Nur noch wenige Tage ist es hin, dann werden die ersten Neuerscheinungen der Frühjahrs-Saison in unseren Buchregalen liegen – fast alles Hardcover. Damit den noch abwartenden Lesern nicht das Futter ausgeht, veröffentlichen die Verlage jetzt aber auch viele Taschenbücher: die Hardcover der vor- oder vorvorletzen Saison. Über drei von ihnen freuen wir uns besonders:

Da wäre zunächst einmal Gewalten. Das dritte Buch von Clemens Meyer trägt ja eigentlich den Untertitel „Ein Tagebuch“. Doch das ist es nur bedingt. Eher handelt es sich um Erzählungen, die in die Form eines Tagebuches gegossen sind. Da ist der Tagebuchautor, der hier tatsächlich auch Clemens Meyer heißt, und da sind die Ereignisse des Jahres 2009. „Winnenden“, „Pandemie“ und andere Begriffe bilden den Rahmen für die einzelnen „Tagebucheinträge“, anders als das im März 2010 erschienene Hardcover, wird das Taschenbuch dem Erstkonsumenten wohl bereits wie ein Geschichtsbuch vorkommen. Ein Geschichtsbuch der Rohheit, des Unheimlichen, des Alkohol, des Exzess.

Clemens Meyer: Gewalten. Ein Tagebuch. Fischer Taschenbuch 9.99 Euro reservieren

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Ganz anders Anna Gavaldas Ein geschenkter Tag. Wie ein kleiner Lichtblick erscheint dieses etwas längere Erzählung im nun schon Monate andauernden, von keinerlei Weiß getrübten, Novemberwetter. Drei Geschwister sind auf dem Weg zur einer Hochzeit, irgendwo in einen Landstrich, wo der Lavendel blüht. In ihrer Kindheit hatten sie eine enge Beziehung zueinander, die auch später noch fortdauerte. Aber nun gibt es Familie, Beruf und dies und jenes und man sieht sich nun doch das erste Mal wieder seit einiger Zeit. Am Ziel angekommen, entschließen sie sich gemeinsam etwas zu tun, was man nicht tun sollte.

Anna Gavalda: Ein geschenkter Tag. Fischer Taschenbuch 7.99 Euro reservieren

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Auch John Irvings Letzte Nacht in Twisted River stand bei uns bereits als Hardcover auf der Bestenliste. Ganze 732 Seiten kann man mit Danny zusammen verbringen, von der Flucht des 12-jährigen aus einem Flößer- und Holzfällercamp in New Hampshire, nach Bosten, Vermont, Iowa, schließlich bis nach Kanada. Ein wahres Epos, das der Autor hier wieder ausgebreitet hat, ein Lesespaß für viele viele Stunden. Die SZ schrieb über das Buch Ein großes Buch. Irving lesen heißt, mit Begeisterung einem sehr geschickten Märchenerzähler folgen, sich über die eigene Begeisterung zu wundern – und dann über den Erzähler (Bernd Graff).  mehr zum Inhalt

John Irving: Letzte Nacht in Twisted River. Diogenes. ca. 13.90 Euro reservieren

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